Gelebte Willkommenskultur – Herzlich Willkommen in der Kita St. Bonifatius!

In der Südstadt Leinefeldes, in der Mitte einer Einfamilienhaussiedlung und zahlreicher Plattenbauten, liegt die Kindertagesstätte St. Bonifatius. Schon vor dem Projektstart kannte das Team die vielfältigen Bedarfslagen der Familien, mit den Ressourcen aus dem Projekt konnte es sie ganzheitlich aufgreifen.

Wenn die Familien am Morgen in den Kindergarten kommen, werden sie von der Mitarbeiterin aus dem Steuerungsteam an der Rezeption begrüßt. Alle Kinder und ihre Eltern kennen Frau Laube und wissen, dass sie eine wichtige Ansprechpartnerin in der Einrichtung ist. Nachdem die Eltern ihre Kinder in die Gruppe begleitet haben, kommen sie wieder bei Susanne Laube vorbei und holen sich wichtige Informationen oder bekommen sie direkt von der Mitarbeiterin. Termine für Entwicklungs- und Elterngespräche vereinbart Frau Laube mit den Eltern, Informationen zu Ausflügen und anderen Höhepunkten des Kita- Alltags erhalten sie ebenso von ihr. Das Team der St. Bonifatius spürt deutlich die Entlastung durch diese wichtige personelle Ressource. Die Mitarbeiter:innen in den Gruppen können sich voll und ganz auf ein bedürfnisorientiertes Ankommen der Kinder konzentrieren.

     

Den kleinen Monatsbeitrag für die Kindergarten-Vesper bezahlen die Eltern an der Rezeption. Die Einrichtung hat schnell die Auswirkungen von Armut auf die Kinder erkannt und festgestellt, dass nicht alle Familien in der Lage sind, ihre Kinder mit einem gesunden und abwechslungsreichen Nachmittagssnack in die Kita zu schicken, deshalb hat das Team sich das armutssensibel zur Aufgabe gemacht, den 48 der 70 Familien empfangen Transferleistungen.

Ebenfalls unterstützt Frau Laube das Team mit Übersetzungen wichtiger Informationen und Aushängen. 27 Familien mit Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung besuchen den Kindergarten. Um Sprachbarrieren zu minimieren oder zu überbrücken, arbeitet das Steuerungsteam mit einem Übersetzungsgerät, aber auch mit verschiedenen Bildkarten und Piktogrammen. Das Mittagessen wird im Eingangsbereich in Bildform ausgehangen und über einen Sprachbutton vorurteilsbewusst für Menschen, die die Schriftsprache nicht oder nur bedingt beherrschen, ausgegeben.

Auch die religiöse Vielfalt der Familien wird in der Einrichtung aufgegriffen. In enger Zusammenarbeit mit dem Pfarrer haben die Kinder die Möglichkeit, ihren Glauben zu leben und für andere erfahrbar zu machen. Das ermöglicht den Kindern, den Familien und den Pädagog:innen, Religionen zu verstehen und erhöht die Sensibilität füreinander.

Das Team des Kindergarten St. Bonifatius konnte sich im Projektzeitraum hinsichtlich der diversitätssensiblen pädagogischen Arbeit stärken. Diese Ressourcen werden bleiben und nun auch nachhaltig  konzeptionell verankert. Der Kindergarten St. Bonifatius ist ein gutes Beispiel für den professionellen Umgang mit Heterogenität in Kindertagesstätten.

Alexandra Ahrens (Verbund 3) Jugendsozialwerk Nordhausen e.V.

Fotos: Alexandra Ahrens
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