Kita-Sozialarbeit sichern – Für Chancengleichheit von Anfang an
Appell zur Unterstützung der Kita-Sozialarbeit in Berlin
Die Kita-Sozialarbeit in Berlin ist seit nunmehr fast 20 Jahren ein bewährtes und dringend benötigtes Angebot für Familien, Kinder und Bildungseinrichtungen in derzeit besonders herausgeforderten Stadtteilen. Sie schafft Zugänge, baut Vertrauen auf und wirkt präventiv, bevor Probleme eskalieren. Doch genau dieses wichtige Angebot steht 2026 auf der Kippe. Aufgrund der derzeitigen Förderlage droht eine Finanzierungslücke zwischen dem Ende bestehender Förderprogramme (Modellprogramm Kita-Sozialarbeit des Jugendgewaltgipfels 31.12.2025) und der avisierten Verstetigung ab 2027.
Ein Wegbrechen dieser Unterstützung – auch nur für ein Jahr – würde einen massiven Rückschritt bedeuten: für Kinder, Familien, Kitas und den Sozialraum insgesamt.
Wir bitten Sie daher eindringlich: Unterstützen Sie uns für eine gesicherte „Übergangsfinanzierung“ der Kita-Sozialarbeit im Jahr 2026 und darauffolgende Jahre.
Warum Kita-Sozialarbeit unverzichtbar ist:
- Sozialräumliche Realität:
Die herausfordernden Gebiete in Berlin weisen höchste soziale Belastungen auf: überdurchschnittlich viele Familien mit Transferleistungsbezug, Alleinerziehende, hoher Migrationsanteil, geringe Erwerbsquote, Sprachbarrieren, Kinderschutzmeldungen, Bildungsferne – all das trifft hier in dichter Form zusammen.
- Wirkung vor Ort:
Kita-Sozialarbeit erreicht Eltern auf Augenhöhe, schafft Vertrauen und hilft beim Zugang zu Hilfesystemen. Sie stärkt elterliche Kompetenzen, entlastet pädagogische Fachkräfte und verbessert die Teilhabechancen von Kindern.
- Frühe Hilfe wirkt langfristig:
Prävention in der frühen Kindheit spart spätere Hilfen. Kita-Sozialarbeit greift, bevor Eskalationen entstehen. Sie ist Türöffnerin für Bildung, Schutz und soziale Teilhabe.
Was konkret benötigt wird:
Die Aufrechterhaltung der bestehenden Strukturen in den Kindertagesstätten, die bisher mit Kita-Sozialarbeit ausgestattet sind, damit könnte die erfolgreiche Arbeit fortgeführt und ein Bruch in der Beziehungsarbeit mit Familien verhindert werden. Diese Strukturen sichern die Arbeit von qualifizierten Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, die aktuell über Jahre Vertrauen aufgebaut haben. Sie begleiten Eltern in schwierigen Lebenslagen, stärken die Bildungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Kita und wirken als verlässliches Bindeglied zu sozialen Diensten, Beratungsstellen und Bildungsinstitutionen.
Was auf dem Spiel steht:
Wegfall der Kita-Sozialarbeit würde Familien im Stich lassen, die besonders auf Unterstützung angewiesen sind. Es drohen:
- Vertrauensverlust bei Eltern und Fachkräften
- Brüche in der Zusammenarbeit mit Institutionen
- Verschlechterung von Teilhabechancen
- Zuspitzung von Problemlagen (z. B. Kinderschutz, Bildungsarmut)
Was Sie tun können:
Unterzeichnen Sie folgende Petition: ‚Kita- Sozialarbeit in Berlin retten- Einsparungen stoppen!‘
Hier könnt ihr mehr erfahren und unterzeichnen: https://weact.campact.de/petitions/kita-sozialarbeit-in-berlin-retten-kurzungen-stoppen?share=f070d969-e0f5-4826-80de-b1fb43f613ac&source=copy_email&utm_medium=recommendation&utm_source=copy_email
Unser Ziel: Gleiche Chancen für alle Kinder – von Anfang an!
Kita-Sozialarbeit ist ein entscheidender Baustein für Bildungsgerechtigkeit, Integration und Kinderschutz. Bitte helfen Sie mit, dieses erfolgreiche Modell durch Ihre Unterstützung auch im Jahr 2026 abzusichern.
Vielen Dank!
Sabine Clausen und Jennifer Brehm (für viele!)